Experiment Ernährung und Kommunikation

 In Experiment Ernährung

WirsingWer hätte gedacht, dass durch das Ändern von Essensgewohnheiten eine Studie zum Thema Kommunikation möglich wird? Und das bereits dann, wenn man noch gar nichts geändert hat?

Mein Plan: 100 Tage vegan essen

Als ich das im Freundes- und Familienkreis angekündigt hatte kamen die unterschiedlichsten Reaktionen:

  • “Warum um alles in der Welt das denn?”
    Kennen Sie den Film “Supersize Me”? Dort ruiniert sich jemand innerhalb von 30 Tagen seinen Körper mit Fast Food. Ich dagegen möchte 100 Tage essen, was den Ruf hat, gesund zu sein.
  • “Du brauchst ja erst einmal 2 Monate, bis dein Haushalt vegan ist.”
    Nun ja, eigentlich wollte ich nur das Essen umstellen. Doch es ist spannend, welches Bild Menschen mit “vegan” verbinden.
  • “Klar kannst du das machen. Wenn ich dann bei dir bin, bringe ich mir ein Fleischkäsbrötchen mit.”
    Das nenne ich klar lösungsfokussiert und eigenverantwortlich :-).
  • “Da fehlen dir aber Proteine und Eisen und …” (die Liste schwankt je nach Wissensstand der Person, mit der ich sprach).
    Wenn man achtsam isst, fehlt nichts bis auf Vitamin B12. Und bei 100 Tagen sollte das kein Problem sein, die Leber hat genug davon. Soweit zumindest mein aktueller rudimentärer Wissensstand.
    Überhaupt lohnt es sich bei den vielen Studien, die es gibt, immer auch auf den Auftraggeber zu achten.
  • “Warum auch nicht?”
    Eben. 

Sie merken schon: Mein Plan, 100 Tage vegan zu essen, hat viel mit den Bildern zu tun, die sich Menschen zu diesem Thema bereits gemacht haben; und jedes dieser Bilder ist anders. Genau das macht dieses Experiment noch viel spannender und ich werde Spaß dabei haben.

Kommunikationsspaß

Gleich am ersten Tag meines Plans war ich mit Freunden in einem Restaurant, das mein persönlicher Favorit ist, wenn es um Steaks geht. (Tatsächlich läuft mir beim Schreiben dieser Zeilen das Wasser im Mund zusammen.)
Als ich fragte, was es an veganen Sachen gäbe, fing sie an zu überlegen, und meinte dann: “Ja, nur Salat haben wir da. Ist das ok?” Sie prüfte sogar noch die Bratkartoffeln, aber die werden in diesem Restaurant in Schmalz gebraten. Am Ende des Abends fragte sie aber doch nach, weil ich dort sonst Fleisch esse. Ich erzählte ihr dann von meinem 100-Tage-Versuch.

Probieren Sie es doch einfach einmal selbst aus, v.a. wenn Sie nicht vegan essen oder Vegetarier sind: Gehen Sie in ihr Lieblingsrestaurant und bestellen Sie vegan. Es geht darum, wie der oder die Kellner/in und auch ihre Begleiter damit umgehen und wie leicht es Ihnen fällt. Je nach Umfeld ist das durchaus eine Übung für Selbstbewusstsein. Gönnen Sie sich einen Abend lang, anders zu sein und erfreuen Sie sich an dieser Musterunterbrechung!

Ich freue mich über Ihre Kommentare und werde auch selbst weiter von meinen Erfahrungen berichten.

Ende meines Experiments in

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